Eine SSD als Systemplatte – einfach traumhaft!
Der Post stammt aus dem alten Blog (12. September 2009) – aufgrund eines Artikels bei Caschy noch einmal neu aufgelegt:
Eine SSD als Systemplatte – einfach traumhaft!
Vorher, normale Notebook 2,5″ HDD mit 5400 RPM:

Nachher, SSD Intel X25-M G2 Postville 80GB, 2.5″:

Windows und Anwendungen starten, verglichen mit der alten Festplatte, wirklich unglaublich schnell!
Dinge, die man bei einer SSD beachten sollte:
- Richtiges Alignment erhöht die Performance:
- Neuinstallation von Windows XP
- Windows Vista und 7 erledigen dies bei Neuinstallation selbst.
- Übertragen einer bestehenden Installation auf eine SSD mit GParted. Funktionierte bei mir einwandfrei! Ich musste danach nur noch den Bootsektor mit der Windows Vista DVD reparieren (ging automatisch).
- Defragmentieren ist absolut unnötig, es schadet der SSD sogar, da unnötige Lese- / Schreibzugriffe erfolgen!
- Auch Prefetch und Superfetch werden überflüssig und sollten somit deaktiviert werden. Neben den Einträgen in der Registry auch den Dienst Superfetch deaktivieren!
- Weitere unnötige Dienste sind: ReadyBoost und Windows Search (zuständig für den Index der Windows-Suche). Die Indizierung für die Windows-Suche kann man auch so (Tipp 3) abschalten.
- Der Ruhezustand kann ebenfalls deaktiviert werden, da das System normalerweise neu genau so schnell startet. Zusätzlich wird die SSD entlastet, da sie keinen Speicher für den Ruhezustand reservieren muss.
- Um immer effektiv (=schnell) arbeiten zu können, sollte immer genug Speicher (ca. 20%) auf der Festplatte frei bleiben (weitere Infos: Wear-Leveling).
- Laut Microsoft ist eine SSD sehr gut für die Auslagerungsdatei geeignet und somit einer klassischen Festplatte vorzuziehen.
- Optional: Windows Systemwiederherstellung deaktivieren.
Ein paar Updates (meine Kommentare bei Caschy
):
- Zu “Natürlich ist es mir klar, dass ich bei einer Neuinstallation wesentlich mehr Performance erreiche…”:
Sofern man das Alignment beim Kopieren der Partitionen beachtet, verschlechtert sich die Performance der SSD meines Wissens nicht. Ein bestehendes Betriebssystem ist einfach nur aufgrund der bereits installierten Software etwas langsamer. Für ein Notebook ist eine SSD erste Wahl. Der Geschwindigkeitsvorteil gegenüber einer 5400rpm 2,5″ HDD ist enorm. Bei einem Desktop-PC ist der Unterschied 7200rpm 3,5″ HDD vs. SSD nicht ganz so groß. - Der Hauptvorteil liegt einfach in der praktisch nicht existenten Zugriffszeit, da es keinen Lesekopf gibt, der sich erst zu den Daten bewegen muss. Deswegen werden viele kleine Dateien sehr schnell geladen (Start Betriebssystem). Auf (heutige) Spiele trifft das aber nur bedingt zu. Insbesondere bei Spielstart oder klassischen Ladebalken werden die Daten nacheinander angefordert. Da kann eine aktuelle 7200rpm HDD noch gut mithalten.
- Prefetch, zusammen mit der Windows Defragmentierung, sortiert die Dateien auf der Festplatte nach Gebrauch, damit häufig benutzte Dateien bzw. Boot-Dateien “nebeneinander” liegen –> wird überflüssig.
Superfetch lädt hingegen Programme “auf Verdacht” (je nach dem wie oft das Programm benutzt wurde) in den RAM –> imho auch überflüssig, da die Programme (bei mir) sowieso extrem schnell starten. Ein paar sehr wenige Schreibzugriffe finden auch bei Superfetch statt, da es sein “Verhalten” immer wieder an den Benutzer anpassen muss.
(theoretisch) ähnliche Beiträge:
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Gestern kam endlich die Hardware. Geändert hat sich auch etwas:...

Solid State Disk (SSD) im Notebook…
Jau, heute kam die neue SSD aus dem Hause der Rockstars bei mir an. Der aufmerksame Leser weiss: das gute Stück ist hier nur auf der Durchreise, zu Weihnachten kann man ja in manchen Blogs etwas gewinnen. Ich habe also gerade mal die Platte in mei…
Danke, toller Artikel.
)
Was mich mal interessieren würde: ich habe ein sechs Jahre altes Notebook, das für meine Zwecke immer noch optimal taugt, auch wenn es technisch alles andere als noch up to date ist.
Aber wenn Aufrüsten zum Performance-Gewinn möglich ist, wieso nicht?
)
In diesem Notebook ist eine IDE Festplatte verbaut, mit 5400 rpm.
Gibt es SSDs mit IDE Schnittstelle? Ich habe bisher nur von SATA gelesen.
Falls es SSDs mit IDE Schnittstelle gibt, macht so eine Aufrüstung Sinn, oder ist IDE von vorneherein ein Flaschenhals?
Würde mich über Tipps und Rückmeldungen von Volker und Bloglesern freuen!
Der schnellste IDE Standard hat eine theoretische Bandbreite von 133 MB/s, ob der bei dir verbaut ist, ist natürlich eine ganze andere Frage. Schneller wäre eine SSD schon, aber sie könnte nie ihre volle Leistung entfalten. Außerdem habe ich noch nirgends eine SSD für IDE gesehen und ein extra Adapter, sofern du einen findest, bräuchte zusätzlichen Platz, den es in einem Laptop einfach nicht gibt.
Also kann ich dir davon nur abraten.
& Danke für das Lob
Vielleicht doch?hab grade für mein altes NB bekommen(noch nicht getestet):..Solidata P2-64 – MLC 2,5″ 64 GB Kapazität IDE!! siehe http://winkom.eu/19.html
-Danke für den schönen Artikel!
Wieder etwas gelernt
Solidata hat bzw. hatte aber anscheinend einige Probleme: Hoher Stromverbrauch und relativ große Wärmeentwicklung. Zwei Sachen die bei SSDs eigentlich nicht vorkommen. Außerdem finde ich es nicht so sinnvoll viel Geld in eine veraltete Schnittstelle zu investieren. Bei winkom.eu sind es immerhin 189,00 EUR für 64GB. In dieser Preisregion findet sich auch die 80GB von Intel, die in diversen Tests ihre Qualität bewiesen hat. Zu Solidata habe ich gerade leider nicht viel gefunden.
Evtl. kannst du ja noch berichten, wie sich die Platte bei dir so schlägt!
@ Rainer:
Ja, ich würde mich auch über einen Erfahrungsbericht freuen.
Ich hab mir die Anleitung bzgl. des Übertragung einer bestehenden Systempartition mit korrektem Alignment gerade durchgelesen. Was ich nicht ganz verstehe ist der freie Platz von 2^20 Bytes den man angeblich vor der neuen Partition auf der SSD frei lassen soll. Was bewirkt das und wie macht man das?
Das Wie ist relativ leicht zu beantworten:
2^20 Bytes = 1048576 Byte = 1 Megabyte. Beim Partitionieren mit GParted am Anfang der SSD 1 MB freilassen und danach ganz normal die Partitionen erstellen bzw. klonen. Das kann man bei GParted, soweit ich mich erinnere, problemlos festlegen.
Dieses 1 MB Abstand ist das Alignment.
Nur wie das Alignment bzw. die Sache mit dem Offset genau funktioniert, habe ich selbst noch nicht ganz verstanden. Da vertraue ich einfach den diversen Foren-Meinungen. Zumindest bis ich endlich eine genaue Erklärung auftreibe