Jan
30
2010

Review: Dollhouse

Am Freitag, 29.01.2010, lief die letzte Folge der Serie auf FOX.

Anfänglich sah ich die Serie nur, weil Joss Whedon mit Firefly bereits eine ausgezeichnete Science Fiction Serie abgeliefert hat. Dementsprechend hoch waren meine Erwartungen. Nachdem jede Folge nach Schema F ablief, schwand mein Interesse ziemlich schnell. Dann wurde Terminator: The Sarah Connor Chronicles (TSCC) zugunsten von Dollhouse abgesetzt. Was ich heute noch nicht verstehen kann. Auch wenn ich später Dollhouse noch loben werde, so wird TSCC für mich immer die bessere der beiden Serien sein. Mangels Alternativen gab ich dann Dollhouse eine zweite Chance:

Die erste Staffel war schlichtweg langweilig. Ausgenommen die ausgezeichnete Episode 1.13 “Epitaph One” [Achtung: Spoiler!]. Diese spielt etwas losgelöst von der bisherigen Handlung und zeigt eine düstere Zukunft. Für Dystopien konnte ich mich schon immer begeistern ;)

Auch die zweite Staffel begann schwach. Aber mit Folge 2.05 änderte sich alles: Weg vom Fall der Woche hin zu ausgefeilteren Handlungssträngen. Vor allem die Nebenfiguren erhielten endlich mehr Profil. Zudem wurde langsam auf die Ereignisse der Zukunfts-Episode “Epitaph One” hin gearbeitet. Da schon bekannt war, dass die Serie nach der zweiten Staffel abgesetzt wird, gibt es mit der Folge 2.13 “Epitaph Two: Return” auch ein würdiges Ende.

Die langsame Entwicklung von Dollhouse erinnert mich an die der neueren Star Trek Serien, die auch immer mindestens eine Staffel brauchten um ihren Weg zu finden. Das hat Dollhouse letztlich doch noch geschafft. Insgesamt ist eine gute Science Fiction- / Drama-Serie, Dystopie inklusive, daraus geworden.

Sofern die Serie in Deutschland überhaupt anläuft, wird sie wohl auch hier einen schweren Stand haben. Neueinsteigern, die auf ein klein wenig Vorwissen verzichten können, empfehle ich erst die Folge 1.13 “Epitaph One” und danach die restlichen ab 2.05 “The Public Eye”.

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