Aug
21
2011
3

Ein Tablet und ich

Ganze 4 Tage besaß ich das Asus Eee Pad Transformer TF101 (10,1 Zoll, nVidia Tegra 2, Android 3.0) [Amazon-Link!]. Ein feines Gerät, keine Frage. Verarbeitung, Display, etc. alles so wie ich es mir gewünscht hatte. Am ersten Tag war ich noch richtig begeistert. Verschiedenste Apps installiert, alle möglichen Einstellungen ausprobiert, das Übliche eben :) . Am zweiten dachte ich schon: “Knapp 400 Euro für ein Gerät, dass im Prinzip auch nicht mehr kann als dein HTC Desire…”. Zur Erklärung: Das Pad war hauptsächlich zum Lesen und evtl. etwas Video schauen gedacht. Auf dem Desire wäre das im Prinzip auch möglich, aber zum einen ist das Display des Desire etwas klein, zum anderen hält der Akku nicht lange. Am Tag drei hörte ich nebenbei noch etwas Musik mit dem Transformer und am vierten Tag war es schon wieder auf Werkseinstellung zurückgesetzt und versandbereit.

Positives

  • Es stand sofort das Update auf Android 3.2 zur Verfügung. Das ist bei weitem nicht selbstverständlich! Andere Hersteller brauchen da viel länger.
  • Wie schon erwähnt: Verarbeitung, Bedienung, Akkulaufzeit, etc. alles wunderbar, wie ich es von einem guten Tablet erwarte.
  • In ca. 10 Stunden reinem Standby fiel der Akku um 2%. Bei der normalen Nutzung habe ich leider nicht mitgezählt :) .

Negatives

  • Ich fand keine anständige App für meinen Bookmarking Dienst Diigo. Bzw. Diigo Power Note für Android bietet keine Autovervollständigung von Tags. Für Chrome und Firefox gibt es unter Windows/Linux bessere Erweiterungen. Wenn ich das Gerät hauptsächlich zum Lesen einsetze, will ich mich beim Bookmarken nicht auf Kompromisse einlassen.
  • YouTube App läuft. Oh, eine E-Mail. E-Mail öffnen. Oh verdammt, YouTube stoppt. Von wegen Multitasking. Das gilt unter Android zwar für viele, aber nicht für alle Anwendungen. Bei iOS gibt es meines Wissens die gleiche Einschränkung.
  • TweetDeck für Windows gefällt mir besser als für Android.
  • 10.1 Zoll ist etwas zu groß. Eine Hand ist im Querformat auf Dauer (> 15 Min.) zu wenig. Teils wechselte ich mich ab, aber meistens hielt ich das Tablet mit beiden Händen, was die Bedienung wieder einschränkte: Die Mitte des Bildschirms konnte ich mit den Daumen nicht erreichen. Menschen mit großen Händen dürften da weniger Probleme haben :) .
  • Keine 100%ige Unterstützung von AVC (h.264) und AAC in den Containern .mkv und .mp4 (s. Tabelle weiter unten). Vielleicht bin ich von “richtigen” Computern und dem über zwei Jahre alten Western Digital WD TV HD Media Player verwöhnt. Außerdem musste ich relativ lange nach einer einigermaßen funktionierenden App für die Wiedergabe suchen: MX Video Player.
  • Videos auf gamestar.de werden nicht wiedergegeben.

Video-Unterstützung

Der MX Video Player bietet drei Modi: Hardware-Decodierung, Software-Decodierung und schnelle (?) Software-Decodierung. Bei letzerer werden vermutlich Frames ausgelassen. Flüssige Wiedergabe von HD-Material ist praktisch nur bei Hardware-Decodierung möglich. Diese wird aber auf dem nVidia Tegra 2 momentan nur teilweise unterstützt.

Video Ton
mkv, AVC 720p (High@L3.1), AAC Stereo 2.0 ruckelt gut
mp4, AVC 720p (High@L3.1), AAC Stereo 2.0 flüssig gut
mkv, AVC 1080p (High@L4.0), AAC Stereo 2.0 ? ?
mp4, AVC 1080p (High@L4.0), AAC Stereo 2.0 ruckelt ?
mp4, AVC 720p (High@L3.1), AAC 5.1 Surround - Hardware-Decodierung flüssig kein Ton
mp4, AVC 720p (High@L3.1), AAC 5.1 Surround - Software-Decodierung ruckelt stottern bzw. klingt seltsam

Auf der sicheren Seite seid ihr also nur mit mp4, AVC 720p (High@L3.1), AAC Stereo 2.0. Alles andere ist Glückssache. .avi und geringere Auflösungen spielen für mich keine Rolle mehr, sollten aber problemlos laufen. Wir haben 2011, Leute :) ! Außerdem finde ich es ziemlich besch..eiden, dass das gleiche Video im .mp4 Container flüssig läuft, als .mkv aber nicht.

Fazit

Meine Kritik bezieht sich weniger auf Android als auf Tablets im Allgemeinen, unabhängig vom Betriebssystem. Ein Pad schränkt mich momentan zu sehr ein, die Bedienung per Touchscreen gleicht diesen Nachteil nicht aus. Außerdem kann ein Pad nicht mehr als mein aktuelles Handy. Gut, die CPU ist langsamer, aber ich habe besseres zu tun als den ganzen Tag irgendwelche simplen Spiele zu zocken. Das Lesen ist auf dem kleinen Display zwar etwas mühsamer, dafür kann ich es wunderbar in einer Hand halten. Volle 1080p, 5.1 Surround Unterstützung bietet sowieso noch kein Tablet. Ja, ich weiß, 5.1 höre ich bei so einem Gerät sowieso nicht, aber die Tonspur könnte wenigstens automatisch auf Stereo 2.0 herunter gerechnet werden. Zur Zeit müsste man alles selbst neu kodieren oO.

Momentan habe ich das Lenovo ThinkPad X121e ins Auge gefasst. Ja, das Ding wiegt ca. 800g mehr und ist ein paar cm größer, aber es ist ein vollwertiger Rechner. Es steht von alleine :) , hat eine richtige Tastatur und die integrierte Grafik AMD Radeon HD 6310 decodiert zumindest unter Windows alle möglichen Videoformate. Die dafür benötigten AMD Unified Video Decoder (UVD) Treiber gibt es für Linux (noch?) nicht. Und das Beste: Gleichzeitig YouTube + .mkv abspielen und E-Mails lesen ;) !

Feb
22
2011
0

Computer / Linux / Ubuntu only starts with VGA monitor

I’ll try this one in English. The problem might occur not only in Germany ;)

Used Unixes

  • Ubuntu 10.04.1 desktop amd64
  • Ubuntu 10.04.2 desktop amd64
  • openSUSE 11.3
  • Xubuntu 10.04 desktop amd64

The Problem

Every Linux installation went without errors. For the initial setup I used an old CRT @ VGA, LAN, USB mouse and USB keyboard. After installing TeamViewer 6 and enabling the VNC server I shut the computer down and unplugged everything but the LAN cable.

  • First try: Boot. Neither TeamViewer nor my VNC client were able to connect. I could ping the network card though.
  • Second try: Switching the computer off, plugging the VGA cable of the CRT monitor in. No keyboard, no mouse. Boot. Both TeamViewer and VNC get a connection.
  • Third try: Same as second, only removing the power cable of the monitor. So the monitor gets absolutely no juice! Both TeamViewer and VNC get a connection!
  • Fourth try: Removing the monitor, but keeping the VGA cable plugged in. No connection.

Especially cases three and four are weird. The PC seems to recognize a monitor even when it is currentless.

Hardware
HP dx5150 Business PC with the following components:

  • Mainboard: MSI 09AC, Chipset ATI Xpress 200 (RS480) Rev. 01, Southbridge ATI SB400 Rev 00, BIOS Version 1.04 from 05/24/2005
  • CPU: AMD Athlon 64 3000+ “Winchester”, Socket 939, 90nm
  • 2 x 1024 MB DDR RAM PC3200 (2000 MHz)
  • Graphics: Radeon XPRESS 200 Series (Onboard)

Solution / The End

I also tried the older Ubuntu 9.04 desktop amd64. Only the LAN cable was plugged in. Guess What? No problems whatsoever. At least with VNC. The installation of TeamViewer 5 and 6 seemed to be successful, but both versions would not start.

Ultimately I gave up and installed an unused Windows Vista. Shame on you, Linux ;)

Jun
27
2010
0

Ubuntu Bash Befehle

Meine kleine Sammlung von häufig verwendeten Shell Befehlen – unsortiert und ständig in Bearbeitung. Quelle ist größtenteils http://wiki.ubuntuusers.de/.

# http://wiki.ubuntuusers.de/Samba_Server
# Der Samba-Server wird über die Datei /etc/samba/smb.conf konfiguriert
sudo smbpasswd -a <username> # Fügt den Benutzer <username> der Samba Datenbank hinzu und aktiviert diesen
sudo /etc/init.d/samba restart

# http://wiki.ubuntuusers.de/Festplattenstatus
sudo smartctl -t long /dev/sda #Status der ersten SATA Platte ermitteln
sudo smartctl -a /dev/sda #Status der ersten SATA Platte anzeigen
sudo smartctl -a /dev/sde -d sat,12 -T permissive #Status einer USB Festplatte

# http://wiki.ubuntuusers.de/hddtemp
sudo hddtemp /dev/sdc

# Verzeichnis anzeigen
dir -li /media
ls /media

# In manchen Fällen möchte man für alle Dateien und Ordner in einem Verzeichnis die Rechte auf einmal setzen. Da Dateien und Ordner andere Rechte benötigen, kann man hier nicht mit einem Befehl arbeiten, aber "find" hilft hier:
find '/foo/' -type d -exec chmod 1755 {} +
find /foo/ -type f -exec chmod 644 {} +
# -type d bezieht sich hierbei auf "directory", also den Ordner, -type f auf "file", also die Dateien.

# http://manpages.ubuntu.com/manpages/hardy/man8/sdparm.8.html#toptoc9
# Spin Down einer SATA Festplatte
sudo sdparm -v --command=stop /dev/sdc
# Spin Up - geschieht bei Zugriff auf die Festplatte automatisch
sudo sdparm -v --command=start /dev/sdc
# häufiges Stoppen/Starten schadet der Festplatte! Nur sinnvoll bei längeren Pausen (mehrere Stunden evtl. sogar Tage).

# Verringern der reservierten Blöcke einer TrueCrypt Partition
sudo tune2fs -m 1 /dev/mapper/truecrypt1 # 1 steht für 1% - Standard sind 5%

# Show which processes use the named files, sockets, or filesystems.
sudo fuser -a -v /dev/sdc2
sudo fuser -m /media/xyz

# Paketverwaltung
sudo apt-get install foobar

# Suche
find /media -iname '*foo*'

# Shutdown nach 120 Minuten
sudo shutdown +120

# Dateisystem ohne automatische Reparatur überprüfen
sudo fsck -n /dev/sdb1
# für TrueCrypt Partition
sudo fsck -n /dev/mapper/truecryptX
Abgelegt unter: Software
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Jun
24
2010
0

Ich baue mir einen File Server – Teil 2

Gestern kam endlich die Hardware. :) Geändert hat sich auch etwas: Anstatt der HD154UI 1,5 TB Festplatten kommen zwei Samsung HD203WI mit je 2 TB zum Einsatz. Da die Hardware nicht so außergewöhnlich ist, direkt zum Betriebssystem:

Ubuntu 10.04 “Lucid Lynx”

Die aktuelle Version von Ubuntu macht nur Probleme:

  • Es fängt bei der Installation an: Anstatt des üblichen Begrüßungsbildschirms nach dem Einlegen der CD sehe ich auf meinem (schon etwas betagten) 17″ Röhrenmonitor, angeschlossen via VGA, nur noch schwarz. Entweder ist die Standard-Auflösung von Ubuntu zu groß oder Ubuntu zeigt sich nur auf dem DVI Ausgang der Grafikkarte – oder beides… Also den 22″ TFT von meinem Bruder ausgeliehen und schon kann ich Ubuntu installieren. Windows 7 und Windows Server 2008 R2 konnte ich übrigens mit dem 17-Zoller installieren.
    > Ubuntu 0 : 1 Windows
  • Weder Standby noch Ruhezustand funktionieren zusammen mit meinem WLAN Stick TP-Link TL-WN321G. Es erscheint jedes Mal: “rt73usb_set_device_state: Error – Device failed to enter state”. Das ist mit Sicherheit ein Treiber-Problem, auf das ich aber keine Zeit verschwenden will. Wozu gibt es denn Kabel?
    > Ubuntu 0 : 2 Windows
  • Ubuntu bringt den sogenannten GNOME Schlüsselbund mit. Eine einfache Passwortverwaltung. Klingt zwar toll, aber wenn ich mich über VNC (Remote Desktop Verbindung von Windows auf Ubuntu) anmelden will, fragt der Schlüsselbund auf dem Ubuntu-Rechner nach dem Master-Passwort – nicht auf dem PC, an dem ich gerade sitze! Also auf dem Ubuntu-Rechner das Passwort eingegeben und schon kann ich den Rechner auch fernsteuern. Total witzlos. Daher habe ich das Master-Passwort des Schlüsselbundes kurzerhand entfernt.
    Vermeiden könnte ich das alles, wenn ich die VNC Verbindung ohne Passwort betreibe, aber dann könnte jeder darauf zugreifen.
    > Ubuntu 0 : 3 Windows
  • Verbindungen über VNC ruckeln als würde ich Crysis auf einem 386er spielen. ;) Warum? Keine Ahnung, an der Verbindungsgeschwindigkeit kann es ja kaum liegen.
    > Ubuntu 0 : 4 Windows
  • Noch einmal VNC: Das Tastaturlayout ist bei Verbindungen via VNC auf Englisch(???) eingestellt. Aber nur bei VNC Verbindungen, direkt am Rechner ist es Deutsch! Irgendwo habe ich eine Option gefunden, die explizit das Layout der gesamten Installation noch einmal auf Deutsch umstellt. Fragt mich nicht, wo das jetzt genau war. Jedenfalls funktionierte es danach.
    > Ubuntu 0 : 5 Windows
  • Das Beste zum Schluss: Lucid Lynx schaltet den Rechner nach dem Herunterfahren nicht aus. Nein, es bleibt mit dem Ubuntu-Shutdown-Logo einfach stehen! Erinnert sich jemand an: “Sie können den Computer jetzt ausschalten”, von Windows95/98. So kann man sich das vorstellen.
    Der Bug ist scheinbar schon bekannt, eine Lösung gibt es bisher nicht.
    > Ubuntu 0 : 6 Windows

Windows 7 hatte ich in einer Parallelinstallation laufen. Alle angesprochenen Punkte funktionierten dort einwandfrei. Inzwischen habe ich beide Betriebssysteme wieder gelöscht und probiere nun Windows Server 2008 R2 Standard und Ubuntu 9.04 “Jaunty Jackalope” aus.

Mai
10
2010
4

Ich baue mir einen File Server – Teil 1

2 Gründe:

  • Seit Wochen bin ich von meinen externen Festplatten genervt.
    Wo ist X oder Y? Ein ewiges Gesuche.
  • Ich konnte eine alte externe 500 GB Platte für knapp 40 € bei eBay los werden. Ein ziemlich guter Preis, wie ich finde. Wenn der Server läuft kann ich die anderen kleinen Platten auch verkaufen :)

Eine Zeit lang hatte ich überlegt mir ein Fertig-NAS zu kaufen. Aber diese sind mir, für die gebotene Leistung, einfach zu teuer. Außerdem bastel ich viel zu gerne :)

Hardware

  • Mainboard MSI 785GM-E51 Review
  • CPU AMD Sempron 140
    Dieser wird runter getaktet und undervoltet da ich die volle Leistung nicht benötige. Dadurch bekomme ich eine genau so sparsame, aber ggf. leistungsfähigere Alternative zu den Intel Atom CPUs.
  • 1 GB RAM
  • Netzteil Be Quiet! Pure Power L7 350W Review
    Für einen File Server sogar etwas überdimensioniert, aber der Standby Wert von 0,4W ist einfach zu gut.
  • zwei Samsung HD154UI 1,5 TB Festplatten für die Daten
  • eine 2,5″ Festplatte aus meinem alten Notebook für das Betriebssystem
  • und ein alter Chieftec Tower in dem momentan noch ein AMD Athlon XP +2000 verstaubt

Betriebssystem

Zuerst hatte ich FreeNAS im Auge. Die Installation ist simpel und FreeNAS kann alles, was man von einem typischen NAS erwartet. Jedoch bin ich dann genau so eingeschränkt, wie bei einem Fertig-NAS. Außerdem soll man bei FreeNAS UFS als Dateisystem verwenden. Das wiederum kann, soweit ich es in Erfahrung bringen konnte, Ubuntu nur lesend öffnen. (Ubuntu ist die einzig Linux-Distribution mit der ich bisher gearbeitet habe.)

Deswegen schwanke ich momentan zwischen Windows Server 2008 R2 und Ubuntu. Beide können mit NTFS umgehen, was in meiner Windowsumgebung äußerst praktisch ist. Die Windows Server Lizenz bekomme ich als Student ja umsonst und mit Microsoft Software arbeite ich doch schon ein paar Jährchen. Ubuntu habe ich zwar schon mit mehreren Live CDs getestet, aber im Endeffekt wäre es komplettes Neuland. Dafür müsste ich mich endlich mit Linux befassen. Ein wenig rumprobieren in einer Virtual Machine wird es wohl zeigen :)

Manche werden jetzt denken, warum achtet er so sehr auf das Dateisystem? Ganz einfach: Im Notfall möchte ich die Daten-Festplatten auch schnell in einen anderen PC einbauen können.

Mai
06
2010
0

Backup eines TrueCrypt-verschlüsselten Systems

Dieser Artikel beschreibt, wie man eine 1 zu 1 Kopie einer, mit TrueCrypt verschlüsselten, Windows-Installation anlegt. Der Vorteil dieser Methode liegt in der schnellen Wiederherstellung des Systems, das weder bei der Sicherung noch bei der Wiederherstellung unverschlüsselt vor liegt. Dafür wird aber eine zweite Festplatte benötigt, die nur für dieses Backup verwendet werden kann!

Benötigt wird:

  • EASEUS Disk Copy (verwendete Version 2.3)
    Die zip-Datei herunterladen, entpacken und die enthaltene .iso mit dem Brennprogramm eurer Wahl brennen.
  • Ein mit TrueCrypt verschlüsseltes Betriebssystem.
    Zwei schöne (bebilderte) Anleitungen dazu finden sich bei Caschy und fixmbr.
  • Eine zweite Festplatte, die mindestens so groß ist wie die Quell-Festplatte.
    Wenn man so will der Haken an der Sache. Bei kleinen Systemplatten, wie einer SSD, kein Problem. Bei einer Terabyte-Platte sieht das schon ganz anders aus.

Hintergrundwissen:

Das Backup einer verschlüsselten Partition muss gemacht werden, wenn die jeweilige Partition nicht aktiv genutzt wird. Denn sobald das Betriebssystem läuft, liegen die Daten unverschlüsselt vor. Backup-Programme wie Macrium Reflect FREE Edition oder EASEUS Todo Backup, die innerhalb des Betriebssystems ausgeführt werden, sichern die Daten also unverschlüsselt! (Für normale Backups kann ich Macrium Reflect übrigens weiterempfehlen.)

Ist die verschlüsselte Partition nicht aktiv, sieht jede Software, TrueCrypt ausgenommen, nur Datenmüll. Eine solche TrueCrypt-Partition lässt sich beispielsweise mit GParted (Linux Partitionsprogramm) nicht verändern bzw. kopieren. Die meisten Partitions- und Backup-Programme arbeiten auf diese Weise: Unbekannte Dateisysteme/Partitionen können “bestenfalls” neu formatiert werden.

Bei TrueCrypt kann man zwischen Verschlüsselung der ganzen System-Festplatte oder Verschlüsselung der System-Partition wählen.

GParted-Ansicht, wenn nur die System-Partition verschlüsselt wird:

TrueCrypt verschlüsselte Partition in GParted Ansicht

  • unallocated
    1 MiB frei, was bei einer SSD für richtiges Alignment sorgt und bei einer HDD (anscheinend) keine Nachteile hat.
  • /dev/sda1 ntfs
    100 MiB für die Boot-Informationen von Windows 7. Diese Partition ist bei laufendem Windows nicht sichtbar.
  • /dev/sda2 unknown
    Der Rest, in unserem Fall 9,90 GiB, für Windows 7. Unverschlüsselt würde hier als Dateisystem (File System) ntfs stehen. GParted sieht aber nur den oben erwähnten Datenmüll.
GParted-Ansicht, wenn die gesamte System-Festplatte verschlüsselt ist:

TrueCrypt verschlüsselte Festplatte in GParted Ansicht

Einziger Unterschied: Auch die kleine 100 MiB Partition mit den Boot-Informationen ist hier verschlüsselt. Hätte man noch zusätzliche Daten-Partitionen wären diese wahrscheinlich (nicht getestet!) auch einzeln verschlüsselt worden.

Noch mehr Hintergrundwissen:

Um solche unbekannten Partitionen sichern zu können braucht es ein Programm, das das Backup nicht Dateisystem-basierend sondern Sektor-für-Sektor durchführt. Bisher habe ich nur zwei kostenlose Programme gefunden, die das können: Das eingangs erwähnte EASEUS Disk Copy und G4L (Ghost for Linux). G4L findet man im Parted Magic-Paket, ist aber etwas komplizierter als EASEUS Disk Copy.

Die Backup-Festplatte muss mindestens so groß wie die Quell-Festplatte sein, da bei einer Sektor-Kopie keine Kompression stattfinden kann. Es entsteht ein absolut identischer Klon.

Durchführung des Backups:

weiterlesen…

Nov
03
2009
0

Nachrichten & Links, 3. November 2009

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